Zeitungsbericht Weltmeisterschaft 2019

von Dirk Hilgert

WKU Weltmeisterschaft der Kampfkünste 2019

Obermoschel. Erneut herausragender Erfolg der Kickbox-Athleten vom Kampfkunststudio Hilgert Martial Arts der Turn- und Sportgemeinschaft "Landsberg Obermoschel" bei den vom WKU -Verband (World Kickboxing and Karate Union) ausgerichteten Weltmeisterschaften im österreichen Bregenz: Dreimal Gold, achtmal Silber und dreimal Bronze nahmen am Ende die Sportler mit zur TuS Landsberg nach Obermoschel.

Dirk Hilgert, Trainer vor Ort in dem von ihm auch aufgebauten Kampfkunststudio Hilgert Martial Arts in der Obermoscheler Wilhelmstraße, der zugleich seit einigen Jahren auch Bundestrainer ist, war deshalb auch mächtig stolz: Das wir mehrere Weltmeister stellen belegt auch die hervorragende Kampfsportarbeit bei uns in Obermoschel. Die seit Jahren sehr gute Jugendarbeit hat sich auch 2019 ausgezahlt, die Obermoscheler Teilnehmer waren mit Begeisterung und Leidenschaft dabei, lobten Olga und Dirk Hilgert. 1.983 Teilnehmer aus 31 Nationen gingen in Bregenz an den Start, um jeweils die Besten ihrer Gewichtsklasse zu ermitteln. Darunter waren unter anderem Länder wie die USA, China, Thailand, Maylasia oder andere Nationen vertreten .

Die deutschen Teilnehmer müssen sich über Wertungsturniere in ganz Deutschland vor einer WM für die Teilnahme qualifizieren. Selbst ein Weltmeister ist nicht automatisch im nächsten Jahr gesetzt, er bekommt ein Paar Punkte für seinen Gewinn, nimmt er nicht an den Wertungsturnieren teil, kann er für die kommende WM nicht nominiert werden.

Aber das wissen alle, so der Bundestrainer. Sieben Wochen intensiver Vorbereitung mit sechs Trainingseinheiten wöchentlich lagen hinter den Ausnahmesportlern. Fünf Tage vor dem eigentlichen Beginn der WM ist Trainingsruhe angesagt, um wieder volle Kraft aufzubauen. Denn das streng von ihm vorgegebene Training nach internationalem Standard und modernsten Methoden schlaucht enorm, weiß Dirk Hilgert, der früher auch schon Weltmeistertitel einheimsen konnte und das Training zusammen mit seiner Ehefrau Olga in Obermoschel leitet. Als Bundestrainer kennt er allerdings auch den Leistungsstand aller anderen WM-Kandidaten in ganz Deutschland und ist auch international vernetzt.

Der gelernte Verwaltungsangestellte ist bei der VG Rüdesheim als EDV-Betreuer tätig, arbeitet dort aber nur noch 15 Stunden wöchentlich. Mit dem Bundestraineramt muss er auch viel reisen und das läßt sich mit einem Fulltime-Job zusammen nicht mehr verbinden. Er ist deshalb auch seinem Arbeitgeber und den Kollegen der VG Rüdesheim mit Chef Markus Lüttger sehr dankbar, die ihm da schon das ein oder andere Mal entgegengekommen seien und viel Verständnis für sein sportliches Engagement bei den Kickboxern aufbringen.

Am ersten Tag einer solchen Weltmeisterschaft werden die Teilnehmer registriert und gewogen. Am zweiten Tag findet die Eröffnungsfeier statt, hier nehmen alle Sportler teil und das ist oft ein berührender und emotionaler Moment. An diesem Tag trifft er sich auch mit den Trainern der anderen Nationen, ebenso treffen sich die Referees und tauschen sich untereinander aus. Am dritten und vierten Tag werden die Vorkämpfe ausgetragen, am fünften und sechsten Tag sind die Finalkämpfe angesetzt. Und so geht eine Woche doch recht schnell herum. Die Stimmung im Obermoscheler Team wie auch der deutschen Mannschaft war ausgezeichnet, ein reibungsloser Ablauf mit einer TOP-Organisation kennzeichnete die Weltmeisterschaften in Bregenz, so der erfahrene Sportler und Trainer aus Obermoschel.

Die Ergebnisse:

Lia Textor aus Bad Münster am Stein-Ebernburg zeigte im Pointfighting eine bärenstarke Leistung und konnte ihren Titelgewinn 2017 bei den Junioren in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm in 2019 wiederholen. Mirko Wasem aus Schmittweiler, auch im Vorjahr bei den Herren im Leichtkontakt bis 60 Kilogramm in Griechenland zum ersten Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen, verteidigte souverän seinen WM-Titel in Bregenz. Weltmeisterin wurde im Pointfighting bei den sogenannten Veteranen (über 35 Jahre/über 60 Kilogramm) Isabelle Schäfer aus Münsterappel, die in jüngeren Jahren ebenfalls in der Weltellite zu finden war.

Olga Hilgert erreichte bei den Damen bis 55 Kilogramm im Leichtkontakt den zweiten Platz. Der Obermoscheler Benedikt Klemenz, bei den Junioren im Alter von 13 - 17 Jahre/55 Kilogramm im Pointfighting startend, verlor sein Finale und wurde zweiter, was für ihn ein Riesenerfolg ist, nachdem er 2018 noch in der Vorrunde gegen den späteren Vizeweltmeister ausschied. Bei den Kids bis 12 Jahre/bis 45 Kilogramm verlor Dominik Popp aus Rockenhausen ebenfalls erst im Finale. Lea Bayer, Sportlerin aus Waldgrehweiler wurde bei den Junioren 13-17 Jahre/über 65 Kilogramm WM-Zweite genau wie Julia Popp aus Rockenhausen bei den Kids bis 12 Jahre/bis 35 Kilogramm. Jeweils dritte Ränge belegten Madeleine Roland aus Odenbach bei den Junioren 13-17 Jahre/bis 6o Kilogramm. Erika Gutmann aus Bad Kreuznach erreichte bei den Damen bis 6o Kilogramm den 3. Platz.

Auch in den jeweiligen deutschen Teams gab es vordere Platzierungen: Lea Bayer und Lia Textor starteten im weiblichen Juniorenteam im Pointfighting und wurden mit dem zweiten WM-Rang belohnt. Erika Gutmann startete im Damenteam, das ebenfalls Vize-Weltmeister wurde und Dominik Popp erreichte im Team der Junioren auch einen beachtlichen dritten Rang bei dieser WM. 2020 findet die Weltmeisterschaft in Kanada statt. Hierfür gilt es, Qualifizierungspunkte beim nächsten Wertungsturnier in Neuwied zu sammeln. Hilgert dankte besonders vielen Sponsoren, die es möglich machten, dass doch sehr viele Athleten aus Obermoschel an der WM in Bregenz teilnehmen konnten. - Bericht Arno Mohr

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